Holzauswahl für den Garten
Wer einen Steg für den eigenen Gartenteich, einen Holz-Carport, Holz-Garage oder einen neuen Terrassenbelag plant, greift in vielen Fällen zu Holz. Im Gegensatz zu Steinplatten, Steinteppich oder frostbeständigen Fliesen kann ein Holzfußboden auch von einen Laien mit wenig Aufwand verlegt werden. Oft stellt sich dann aber die Frage, welches Holz sollte ich einsetzen und wie lange hält das Holz?
Wir haben eine Übersicht mit den wichtigsten Holzarten für den Garten und der Terrasse zusammengestellt.
Fichte: Die Fichte gehört zu den wichtigen Nutzhölzern und wird sehr oft für Bohlen, Kanthölzer und Möbel verwendet. Allerdings ist das Holz der Fichte sehr weich und ohne Imprägnierung nicht besonders widerstandsfähig. Die Haltbarkeit beträgt ca. 5 bis 8 Jahre. Für die Fichte spricht der günstige Preis
Tanne: Die Tanne gehört ebenfalls zu den wichtigen Nutzhölzern und findet bei der Möbelherstellung, als Brennholz und bei der Papier- und Zellstoffherstellung. Das Holz der Tanne ist ohne Behandlung kaum witterungsbeständig und wird bei Bodenkontakt sehr schnell abgebaut. Im Außenbereich ist Tannenholz widerstandsfähiger und haltbarere als Fichtenholz.
Kiefer: Die Kiefer gehört neben der Fichte durch das rasche Wachstum zu den wichtigsten Nutzhölzern und wird als Bau- und Konstruktionsholz (Spanplatten) verwendet. Imprägniert kann das Holz auch als Rammpfahl für den Steg verwendet werden. Die Haltbarkeit liegt bei 8 bis 10 Jahren.
Lärche: Die Lärche wird als Konstruktionsholz im Dachbau, im Innenbereich für Treppen und Geländer, im Außenbereich für Garagen und Außenverkleidung verwendet. Unter den Nadelhölzern ist das Lärchenholz das härteste, haltbarste und schwerste Holz. Es ist auch ohne Imprägnierung recht witterungsbeständig.
Red Cedar (Riesen-Lebensbaum): Der aus Nordamerika stammende Riesen-Lebensbaum, im Handel als Red Cedar angeboten, ist ein rötliches, sehr leichtes und witterungsbeständiges Holz. Durch seine lange Haltbarkeit wird es sehr oft beim Bau von Schuppen, Holzgaragen und Gewächshäusern verwendet. Bei der Verarbeitung können durch die Säure des Holzes nur Kupfer- oder Zinknägel verwendet werden, da Eisennägel korrodieren und Flecken hinterlassen. Die Haltbarkeit liegt bei ca. 15 Jahren.
Eiche: Das Eichenholz gehört zu den härtesten einheimischen Holzarten und hat durch die Gerbsäure eine hohe Verrottungsbeständigkeit. Im Möbelbau wird es als Tischplatte und bei Fußböden verwendet. Durch die hohe Haltbarkeit ist es auch für den Garten geeignet. Die Haltbarkeit liegt ohne Pilzbefall zwischen 10 und 20 Jahren.
Teakholz: Das Teakholz ist durch seine natürlichen Öle auch ohne Imprägnierung sehr dauerhaft , witterungsbeständig und wetterfest. Auch ist das Holz gegen Pilze und Insekten beständig. Durch seine positiven Eigenschaften wird Teak oft im Boots- und Schiffsbau, im Gartenbereich als Teak Gartenmöbel verwendet. Da Teak bei Nässe nicht rutschig ist, findet es als Bodenbelag im Außenbereich auch Verwendung. Die Haltbarkeit liegt bei ca. 25 Jahren.
Je nach Standort sollte man bei der Wahl des Holzes auch darauf achten, ob und mit welchen Mittel das Holz imprägniert ist. In Gewässernähe oder beim Steg im eigenen Gartenteich sollte man, dem Umweltschutz zur Liebe, auf Holzschutzmittel verzichten und nur Hölzer einsetzen, die mit einer Kesseldruckimprägnierung (Dampfdruck) behandelt wurden.
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